740 000 Euro extra: Thüringen schafft Finanzpolster für bis zu sechs neue Stiftungspraxen |

Mit dem Landtags­beschluss vom 4. April 2025 erhöht der Freistaat die Mittel für die Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung im Freistaat Thüringen um 740 000 Euro auf nun rund 2,15 Millionen Euro. Die CDU, das Bündnis Sahra Wagenknecht und die SPD  reagieren damit auf den anhaltenden Hausarzt- und Facharztmangel. CDU-Gesundheitspolitiker Christoph Zippel hob hervor, dass die zusätzlichen Gelder vor allem in Neubauten oder Modernisierungen fließen sollen, damit die Stiftung bis zu sechs weitere Praxen einrichten kann. Geplant sind Standorte in unterversorgten Regionen des Kyffhäuser- und Saale-Holzland-Kreises sowie im Altenburger Land. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass jede Stiftungspraxis die Zahl der regulären Kassen­arzt­sitze stabilisiert, weil Ärztinnen und Ärzte nach einer zweijährigen Anstellungs­phase häufig in die Selbst­ständigkeit wechseln. Für Kommunen bedeutet der Beschluss Planungssicherheit: Sie können bereits jetzt Gebäude anbieten oder Baugrund reservieren, weil das Finanzierungs­fundament steht. Die Stiftung wird in den kommenden Monaten Bedarfs­analysen aktualisieren und Interessens­bekundungen sammeln. Damit setzt Thüringen ein klares Signal, dass dauerhafte Landesmittel entscheidend sind, um den ambulanten Bereich attraktiv und zukunfts­fest zu gestalten.